Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Schlaganfall

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 
Schlaganfall

Neurologische Rehabilitation

Die Neurologische Rehabilitation wird nach dem Barthel-Index in 6 Phasen von A – F unterschieden. Es besteht keine zwingende Verlaufsform, es können auch Phasen übersprungen werden, so z.B. von A nach C. Die Einschätzung der Einstufung in die jeweilige Stuf wird von dem behandelnden Arzt vorgenommen.

Akutbehandlung (Phase A)

– stationär –

Der erste Schritt in einer StrokeUnit gilt natürlich den überlebenssichernden Maßnahmenen (Vitalfunktionen), gegeben-enfalls durch künstliche Beatmungsmaßnahmen und Stabilisierung des Herz-kreislaufsystems. Je nach Art und Schwere des Schlaganfalls ist eine medikamentöse Behandlung bei Blutgerinnsel (Lysetherapie) oder ein neurochirurgischer Eingriff notwendig.

Frührehabilitation (Phase B und C)

– stationär –

Die Methoden der Frührehabilitation können als eine Art Dreiklang aus aktivierender Pflege, aktivierenden Therapien (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Psychotherapie) und ärztlicher Therapie verstanden werden. Patienten mit schweren neurologischen Krankheitsbildern mit überwiegender Bettlägerigkkeit und starken kognitiven Einschränkungen und notwendiger intensivmedizinischer Überwachung werden der Phase B zugeordnet.

In der neurologischen Früh-Rehabilitation der Phase C werden Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern be-handelt, die zumindest sitzmobilisiert sind und keiner intensivmedizinischen Überwachung mehr bedürfen. Ziel ist hier insbesondere die Selbständigkeit bei den basalen Aktivitäten des täglichen Lebens (z.B. Körperpflege, Anziehen, Nahr-ungsaufnahme, Kommunikation).

Die Dauer dieser Reha hängt stark vom Krankheitsbild ab und kann mit durchschnittlich 4 – 6 Wochen kalkuliert werden, im Einzelfall kürzer oder auch deutlich länger.

Anschlussheilbehandlung AHB (Phase D)

– stationär, teilstationär, ambulant –

Die neurologische Rehabilitation der Phase D (Anschlussrehabilitation / Anschlussheilbehandlung) ist für Patienten vorgesehen, die zumindest bei Benutzung von Hilfsmitteln bereits wieder bei den basalen Verrichtungen des täglichen Lebens selbständig geworden sind. Ziel ist hier das Erreichen von Alltagskompetenz in solchem Maße, dass eine weit-gehend selbständige Lebensführung bzw. die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder möglich wird.

Die Dauer dieser Reha beträgt durchschnittlich 2 – 3 Wochen, im Einzelfall kann eine Verlängerung durch den zu-ständigen Sozialversicherungsträger bewilligt werden.

Nachsorge und berufliche Rehabilitation (Phase E)

– Patient kann zu Hause wohnen –

Aktivierende, zustandserhaltende Langzeitpflege bei anhaltend hoher Pflegebedürftigkeit (Phase F)

– z.B. Pflegeeinrichtung –

30. September 2016
Nach einem ischämischen Schlaganfall kommen in der Regel eine Lysetherapie oder eine Thrombektomie infrage. Das Zeitfenster für die Lysetherapie liegt bei 4,5 Stunden. Forscher haben das Zeitfenster für die Thrombektomie ermittelt.
  
20. September 2016
Betroffene und Angehörige können die Nöte, Sorgen, Ängste von anderen Betroffenen verstehen. Curado bietet im Forum die Mögichkeit zum Austausch
  
05. August 2015
Ein Schlaganfall und seine Folgen können das Leben eines Menschen verändern und verschiedene Einschränkungen im Alltag mit sich bringen. Auch kann die Fahreignung eines Betroffenen beeinträchtigt sein.
  
04. August 2015
Sehstörungen zählen mit zu den häufigsten Folgen eines Schlaganfalls. In seltenen Fällen tritt dabei der Verlust des räumlichen Sehens ein. Die Patienten nehmen die Welt um sich herum nur noch flach wie ein Bild wahr.
  
17. Juli 2015
Ein Gefäßverschluss im Gehirn oder eine Gehirnblutung kann zur Entstehung eines Schlaganfalls führen. In den meisten Fällen handelt es sich um einen ischämischen Schlaganfall, dessen Ursache häufig Arteriosklerose ist. Die Ursache für einen hämorrhagischen Schlaganfall ist meist ein defektes Blutgefäß.
  
17. Juli 2015
Liegt ein Verdacht auf einen Schlaganfall vor sollte der Betroffene direkt von einem Neurologen untersucht werden, um auch versteckte Symptome, die auf einen Schlaganfall hinweisen, richtig einordnen zu können. Dabei ist vor allem auch die Frage nach eventuell aufgetretenen Frühwarnsymptomen wichtig.
  
Diagnose Schlaganfall

Die Diagnose eines Schlaganfalls sollte möglichst schnell erfolgen, da es sonst zu einem Absterben von Nervenzellen im Gehirn und somit zu Folgeschäden kommen kann. Bei einer ersten Befragung des Patienten können häufig auch die Informationen der Angehörigen von Bedeutung sein, da die Betroffen u. U. bereits an Sprach- oder Bewusstseinsstörungen leiden. Zur weiteren Diagnose folgen dann Untersuchungen wie Echokardiogramm, Dopplersonografie und Angiografie sowie verschiedene Blutuntersuchungen. Mit einem Test kann man bereits zu Hause überprüfen, ob möglicherweise ein Schlaganfall vorliegt. Dabei muss der Betroffene lächeln, beide Arme heben und den Satz „Ich benötige keine Hilfe“ nachsprechen.

Eine Änderung des Lebensstils kann helfen, einem Schlaganfall vorzubeugen. Zu den Risikofaktoren für einen Schlaganfall gehören Rauchen, Übergewicht und wenig sportliche Betätigung. Dementsprechen sollte man Wert auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung legen. Darüber hinaus sollte man auf den Konsum von Nikotin verzichten und sich ausreichend bewegen. Auch regelmäßige Untersuchungen von Blutdruck und Blutzucker können helfen, dem Risiko für die Entstehung eines Schlaganfalls entgegenzuwirken. Die Folgen eines Schlaganfalls sind vielseitig, u. a. können Beeinträchtigungen der Sinnesorgane oder der inneren Organe eintreten. Auch ein erhöhtes Thromboserisiko oder eine Minderung der intellektuellen Leistungsfähigkeit können mit einem Schlafeinfall einhergehen.

Therapie Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall sollte schnellstmöglich die Behandlung des Patienten in einer Klinik erfolgen. Besonders geeignet sind spezialisierte Zentren, die eine sog. Stroke-Unit besitzen. Die Therapie eines Schlaganfalls richtet sich nach der Art des Schlaganfalls. Ein ischämischer Infarkt wird in der Regel mit Medikamenten, der sog. Lysetherapie behandelt. Diese muss innerhalb von drei bis vier Stunden nach Eintreten des Schlaganfalls durchgeführt werden. Bei einem hämorrhagischen Infarkt werden blutdrucksenkende Medikamente oder eine Punktion eingesetzt. Auf diese Weise soll der auf das Gehirn einwirkende Druck verringert werden. Im Anschluss kann eine Rehabilitation dem Patienten die Rückkehr in den Alltag erleichtern.